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Satzung

Satzung, beschlossen vom Konvent des Klosters Loccum im Juli 2011

und vom Kirchenvorstand der Ev.-luth. Kirchengemeinde Loccum am 28. Juni 2011 und 18. Oktober 2011

 

Satzung des unselbständigen Vereins

„Klingende Steine.

Musikvereinigung am Kloster Loccum“

 

Präambel

Musik ist eine Sprache des Herzens. Hoffnung und Verzweiflung, Glaube und Zweifel, Freude und Leid, Liebe und Hass finden in der Musik eine Sprache. Die Musik ist eine Sprache, die in der ganzen Welt unmittelbar verstanden wird.

Für die Zisterzienser, die das Kloster Loccum gebaut haben, war die Musik ein Echo auf die göttliche Ordnung der Welt. Um sie zu preisen und die Chaosmächte zu bannen, stimmten die Mönche sieben Mal am Tag das Lob Gottes in gregorianischen Gesängen Weisen an, beginnend in der Dunkelheit der Nacht. Ihre Kirchen bauten sie nach Maßverhältnissen der musikalischen Akkorde und machten sie so zu „klingenden Steinen“. Der sekundenlange Nachhall in der Loccumer Stiftskirche lässt die Steine mitklingen.

Nichts, schreibt Martin Luther, sei nach dem Wort Gottes „so hoch zu rühmen und zu loben als eben die Musica“. Dem Glauben im Leben und dem Leben im Glauben „Sprache“ zu geben, ist Wunsch und Aufgabe der Musikvereinigung „Klingende Steine“.

 

§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr

Die Vereinigung führt den Namen
 “Klingende Steine. Musikvereinigung am Kloster Loccum“. Die Vereinigung ist unselbständig und in der Trägerschaft des Klosters Loccum. Das Kloster Loccum hat seinen Sitz in Loccum. Das Abrechnungsjahr der Vereinigung ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck

Die „Musikvereinigung am Kloster Loccum“ – im Folgenden „Vereinigung genannt – hat die Förderung des kirchenmusikalischen Lebens in der Kirchengemeinde Loccum und am Kloster Loccum zur Aufgabe. Ihre Förderschwerpunkte sind:

  • Konzertante Aufführungen geistlicher Musik
  • Kantaten-Gottesdienste und andere musikalisch geprägte Gottesdienste und Feiern
  • Förderung des Chor- und Gemeindegesanges sowie von Instrumentalmusik
  • Förderung der musikalischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, einschließlich der Entwicklung und Aufführung von Musicals
  • Förderung der Ausbildung junger Künstler in den Traditionen geistlicher Musik
  • Anregung neuer Kompositionen geistlicher Musik und ihrer Reflektion

Dieser Aufgabe kommt sie nach durch

  • konzeptionelle Planung
  • Kooperation mit kirchlichen und außerkirchlichen Institutionen der Musikkultur
  • Einwerbung von Spenden und Fördermitteln
  • Öffentlichkeitsarbeit

§ 3
 Gemeinnützigkeit

Die Vereinigung verfolgt ausschließlich und unmittelbar kirchliche und gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung.

Die Vereinigung ist selbstlos tätig. Sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die Mittel der Vereinigung dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

Keine Person darf durch Ausgaben, die dem Zweck der Vereinigung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Mitgliedschaft

Mitglied der Vereinigung können natürliche und juristische Personen werden. Kloster und Kirchengemeinde Loccum sind geborene Mitglieder. Sie entsenden je ein Mitglied oder einen Beauftragten aus dem Konvent bzw. dem Kirchenvorstand in den Vorstand der Vereinigung.

Voraussetzung einer Mitgliedschaft ist die Geschäftsfähigkeit sowie die Bereitschaft und Fähigkeit, die Zwecke der Vereinigung aktiv zu unterstützen. Über den Antrag auf Mitgliedschaft entscheidet der Vorstand. Der Antrag soll den Namen, das Alter, den Beruf und die Anschrift des Antragstellers enthalten.

Die Annahme des Beitritts ist vom Vorstand schriftlich und unter Beifügung der Satzung zu bestätigen.

Sollte der Vorstand sich genötigt sehen, eine Mitgliedschaft zu verweigern, ist eine schriftliche Begründung erforderlich.

Gegen den ablehnenden Bescheid des Vorstands, der mit Gründen zu versehen ist, kann der Antragsteller Beschwerde erheben. Die Beschwerde ist innerhalb eines Monats ab Zugang des ablehnenden Bescheids schriftlich beim Vorstand einzulegen. Über die Beschwerde entscheidet die nächste Mitgliederversammlung.

§ 5 Beendigung der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft endet

  • mit dem Tod des Mitglieds
  • durch freiwilligen Austritt
  • durch Streichung von der Mitgliederliste
  • durch Ausschluss
  • durch Auflösung der Vereinigung.

(2) Die Auflösung einer juristischen Person oder Gesellschaft steht dem Tode einer natürlichen Person gleich.

(3) Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Vorstands. Er ist mit Zugang der Erklärung wirksam.

(4) Ein Mitglied kann, wenn es gegen die Vereinigungsinteressen schwer verstoßen hat, mit sofortiger Wirkung durch den Vorstand ausgeschlossen werden; gleichfalls wenn ein Mitglied auch nach Mahnung in unbegründetem Zahlungsverzug mit dem Mitgliedsbeitrag bleibt. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied unter Setzung einer Frist von mindestens einer Woche Gelegenheit zu geben, sich persönlich vor dem Vorstand oder schriftlich zu äußern. Eine schriftliche Stellungnahme des / der Betroffenen ist in der Vorstandssitzung zu verlesen. Der Beschluss über den Ausschluss ist mit Gründen zu versehen und dem betreffenden Mitglied schriftlich bekannt zu machen.

(5) Gegen den Ausschließungsbeschluss des Vorstands steht dem Mitglied das Recht der Berufung an die Mitgliederversammlung zu. Die Berufung muss innerhalb einer Frist von einem Monat ab Versendung des Ausschließungsbeschlusses beim Vorstand schriftlich eingelegt werden. Die nächste ordentliche Mitgliederversammlung entscheidet endgültig über den Ausschluss.

(6) Das ausscheidende Mitglied bleibt bis zum Zeitpunkt der Beendigung seiner Mitgliedschaft verpflichtet, die Mitgliedsbeiträge zu bezahlen.

(7) Die Beendigung der Mitgliedschaft begründet keinen Anspruch auf Erstattung von Beiträgen, Spenden oder sonstigen Einnahmen der Vereinigung.

§ 6 Spenden

Für Spenden werden vom Kloster Loccum steuerabzugsfähige Bestätigungen über Geldzuwendungen ausgestellt. Über Höhe und Fälligkeit des jährlichen Mitgliedsbeitrages entscheidet die Mitgliederversammlung.

§ 7 Organe der Vereinigung

Organe der Vereinigung sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung

§ 8 Der Vorstand

Dem Vorstand der Vereinigung gehören als geborene Mitglieder an ein Mitglied oder Beauftragter des Kirchenvorstandes Loccum und ein Mitglied oder Beauftragter des Konventes. Bis zu fünf Personen werden von der Mitgliederversammlung als weitere Mitglieder in den Vorstand gewählt. Der Stiftskantor / die Stiftskantorin gehört dem Vorstand als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht an.

Der Vorstand verteilt unter sich die Aufgabe des Vorsitzenden / der Vorsitzenden sowie seine / ihre Stellvertretung, des Kassenwarts / der Kassenwartin und des Schriftführers / der Schriftführerin.

Der Vorstand kann sich im Rahmen dieser Vereinigungssatzung eine Geschäftsordnung geben.

Die Mitglieder des Vorstands sind ehrenamtlich tätig. Sie haben Anspruch auf Ersatz der ihnen entstandenen Auslagen und Aufwendungen.

§ 9 Wahl und Zuständigkeit des Vorstandes

Zum Vorstand gewählt werden kann nur, wer der Vereinigung als Mitglied angehört.

Die gewählten Mitglieder des Vorstands werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von drei Jahren, vom Tage der Wahl an gerechnet, gewählt. Der Vorstand bleibt jedoch bis zur Neuwahl des Vorstands im Amt. Wiederwahl ist möglich.

Scheidet ein Vorstandsmitglied während der Amtsperiode aus, so wählt der Vorstand ein Ersatzmitglied für die restliche Amtsdauer des ausgeschiedenen.

Der Vorstand leitet die Vereinigung. Er hat vor allem folgende Aufgaben:

Entwicklung und Begleitung der Konzeption der kirchenmusikalischen Arbeit
Entscheidung über den Haushalt der Vereinigung
Bestimmung der Verwendung von Spenden
Vorbereitung der Mitgliederversammlung und Aufstellung der Tagesordnung
Einberufung der Mitgliederversammlung
Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung
Erstellung eines Jahresberichtes an die Mitgliederversammlung
Beschlussfassung über Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern sowie Streichung von Mitgliedern von der Mitgliederliste.
Einzelne Aufgaben des Vorstandes können auf Einzelpersonen übertragen werden. Der Vorstand kann zur fachlichen Beratung und Unterstützung der kirchenmusikalischen Arbeit einen Beirat berufen. Die Gesamtverantwortung des Vorstandes bleibt davon unberührt.

§ 10 Beschlussfassung des Vorstandes

Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in Vorstandssitzungen, die vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom zweiten Vorsitzenden, schriftlich unter Angabe der Tagesordnung mit einer Frist von mindestens sieben Tagen ab Absendung der Einladung einzuberufen ist.

Der Vorstand ist einzuberufen, wenn es das Interesse der Vereinigung erfordert oder wenn mindestens ein Drittel der Vorstandsmitglieder unter Angabe des Zwecks und der Gründe es schriftlich verlangt. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Vorstandsmitglieder anwesend ist. Die Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der Stimmen der erschienenen Mitglieder gefasst. Sie bedürfen grundsätzlich der Zustimmung der Vertreter sowohl des Konventes als auch des Kirchenvorstandes. Es gilt Einigungspflicht. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Leiters der Vorstandssitzung.

Fasst der Vorstand entgegen Absatz 1 Satz 5 einen Beschluss, so kann der Beschluss auf Antrag des Vorstands mit Zustimmung von Kloster und Kirchengemeinde in Wirksamkeit erwachsen. Gegen Beschlüsse des Vorstands haben das Kloster und die Kirchengemeinde jeweils ein Vetorecht, wenn der Beschluss nicht rechtmäßig war, die mit einem Beschluss verbundene finanzielle Auswirkung nicht durch das Vermögen der Vereinigung gedeckt werden kann oder dadurch perspektivisch die Gefahr besteht, dass die eingegangenen Verpflichtungen nicht aus dem Vermögen der Vereinigung erfüllt werden können. In diesen Fällen übt für das Kloster der Konventual-Vermögensverwalter das Vetorecht aus.

Im Falle eines Vetos soll der Vorstand der Vereinigung eine Einigung mit der Kirchengemeinde Loccum und dem Kloster Loccum suchen.

Kommt es zu keiner Einigung, bleibt der angefochtene Beschluss unwirksam.

Die Vorstandssitzung leitet der / die Vorsitzende, bei dessen / deren Verhinderung der Vertreter / die Vertreterin.

Beschlüsse des Vorstands sind zu protokollieren und vom Sitzungsleiter zu unterschreiben. Die Niederschrift soll Ort und Zeit der Vorstandssitzung, die Namen der Teilnehmer, die gefassten Beschlüsse und das Abstimmungsergebnis enthalten.

Ein Vorstandsbeschluss kann auf schriftlichem Wege gefasst werden, wenn alle Vorstandsmitglieder mit dem schriftlichen Verfahren einverstanden sind.

Die Beschlüsse sind nach Niederschrift unverzüglich dem Abt des Klosters Loccum, dem Konventual-Vermögensverwalter, dem Konventual-Studiendirektor und dem / der Vorsitzenden des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde Loccum zur Kenntnis zu geben.

§ 11 Mitgliederversammlung

Mindestens einmal im Jahr hat eine Mitgliederversammlung der Vereinigung stattzufinden. Die Mitgliederversammlung setzt sich zusammen aus den erschienenen natürlichen Personen und den entsandten Vertretern der juristischen Personen. Die Mitgliederversammlung ist ausschließlich für folgende Angelegenheiten zuständig:

Wahl und Abberufung der gekorenen Vorstandsmitglieder,
Entlastung der Vorstandsmitglieder einschließlich des Kassenführers / der Kassenführerin,
Beschlussfassung über die Beschwerde gegen die Ablehnung eines Aufnahmeantrages sowie über die Berufung gegen einen Ausschließungsbeschluss des Vorstandes.
In Angelegenheiten, die in den Zuständigkeitsbereich des Vorstandes fallen, kann die Mitgliederversammlung Empfehlungen an den Vorstand beschließen. Der Vorstand kann seinerseits in Angelegenheiten seines Zuständigkeitsbereichs die Meinung der Mitgliederversammlung einholen.

Die Mitgliederversammlung wird von dem / der Vorsitzenden des Vorstands unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen unter Angabe der Tagesordnung schriftlich einberufen.

§ 12 Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung wird von dem / der Vorsitzenden des Vorstands, bei dessen / deren Verhinderung von der Stellvertretung geleitet. Ist kein Vorstandsmitglied anwesend, bestimmt die Versammlung den Leiter / die Leiterin.

Die Protokollführung obliegt dem Schriftführer / der Schriftführerin.

Die Abstimmung muss schriftlich durchgeführt werden, wenn ein Drittel der bei der Abstimmung anwesenden stimmberechtigten Mitglieder bzw. Delegierten dies beantragt.

Die Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich. Die Versammlungsleitung kann Gäste zulassen.

Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen ordentlichen Mitglieder beschlussfähig.

Beschlüsse der Mitgliederversammlung bedürfen der einfachen Mehrheit aller an der Beschlussfassung teilnehmenden Mitglieder. Werden die geborenen Mitglieder überstimmt, gilt die Einigungspflicht nach §10, 3-4 entsprechend.

Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das von der Versammlungsleitung und dem Protokollführer / der Protokollführerin zu unterzeichnen ist. Es soll Feststellungen enthalten über Ort und Zeit der Versammlung, die Person des Versammlungsleiters und des Protokollführers, die Zahl der erschienenen Mitglieder, die Tagesordnung, die einzelnen Abstimmungsergebnisse und die Art der Abstimmung. Bei Satzungsänderungen ist der genaue Wortlaut anzugeben.

Die Beschlüsse sind nach Niederschrift unverzüglich dem Abt des Klosters Loccum, dem Konventual-Vermögensverwalter, dem Konventual-Studiendirektor und dem / der Vorsitzenden des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde Loccum zur Kenntnis zu geben.

§ 13 Gründung der Vereinigung

Die Vereinigung entsteht durch übereinstimmenden Beschluss des Konvents des Klosters Loccum und des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde Loccum. Danach wählt die erste Mitgliederversammlung einen Vorstand.

§ 14 Auflösung der Vereinigung

Die Auflösung der Vereinigung kann entweder von der Mitgliederversammlung beschlossen werden, sofern der Antrag als Tagesordnungspunkt in der form- und fristgerechten Einladung ausgewiesen war und drei Viertel der anwesenden Mitglieder für die Auflösung gestimmt haben, oder durch gemeinsamen Beschluss des Konvents des Klosters Loccum und des Kirchenvorstands der Kirchengemeinde Loccum festgestellt werden. Die Liquidation erfolgt durch den Konventual-Vermögensverwalter des Klosters Loccum.

Im Falle der Auflösung der Vereinigung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen der Vereinigung je zur Hälfte an die Kirchengemeinde Loccum und das Klosters Loccum mit der Auflage, es unmittelbar und ausschließlich für selbstlos gemeinnützige Zwecke zu verwenden, die dem Stiftungszweck möglichst nahe kommen. Mitglieder der Vereinigung erhalten keine Anteile aus dem Vermögen der Vereinigung.