Foto: Dietmar Lampe

Foto: privat

Foto: Kloster Loccum

Foto: Michael Merkel

Foto: Kloster Loccum

"Musikalische Exequien" 2011

Musik von Heinrich Schütz an Karfreitag

 Foto: Michael Flämig. Der Chor der Stiftskirche bereitet sich auf die "Musikalischen Exequien" vor.

In der Vesper zur Todesstunde Jesu am Karfreitag, 22. April 2011, um 15 Uhr trug der Stiftschor Loccum unter der Leitung von Stiftskantor Michael Merkel die Musikalischen Exequien, SWV 279, von Heinrich Schütz vor. Dieses Werk, geschrieben für sechs Solostimmen im Wechsel mit sechsstimmigem Chor und Orgelbegleitung, komponierte Schütz anlässlich des Todes seines Landesherrn, Fürst Heinrich II. Reuß zu Gera, im Winter 1535/36 als protestantische Begräbnismesse. Sie gilt als eine der kunstvollsten Trauermusiken des 17. Jahrhunderts: Schlicht gesetzte Einzelstimmen bauen nach und nach einen vollen 6-stimmigen Klangraum auf und bringen so die biblischen Verse eindrucksvoll zu Gehör.

Die Loccumer Sängerinnen und Sänger hatten sich intensiv auf diese besondere Aufführung vorbereitet und führten das Werk mit Engagement und Überzeugung im voll besetzten Refektorium des Klosters auf. Zum Gelingen trugen ebenfalls die Solistinnen und Solisten bei, größtenteils mit Stimmen aus den eigenen Reihen besetzt, unter der Leitung von Michael Merkel, der außerdem noch den Tenor-1-Solopart übernahm. Am Continuo begleitete souverän Stephan Winkelhake. Nach der Eröffnung mit dieser protestantischen Trauermusik übernahm Pastor Joachim Köhler die Leitung der Vesper mit der in Stille einmündenden Lesung von Jesus' Sterben am Kreuz sowie mit betrachtenden Worten, eingebettet in den Choral "O Haupt voll Blut und Wunden".