Foto: Dietmar Lampe

Foto: privat

Foto: Kloster Loccum

Foto: Michael Merkel

Foto: Kloster Loccum

Uraufführung Messe 2013

Zur Uraufführung der „Messe für Chor, Sopran und Orgel“ von Michael Merkel

Aus der Sicht einer Mitwirkenden

Am 28. April wurde die von unserem Stiftskantor Michael Merkel komponierte „MESSE FÜR CHOR, SOLO-SOPRAN UND ORGEL“ in der Klosterkirche uraufgeführt.

Der Chor der Stiftskirche probte mit Herrn Merkel seit Ende letzten Jahres jeden Mittwoch mit großem Eifer an dem Stück, aber auch für manchen Gottesdienst übten wir Lieder ein.

Für die Messe wurde der Loccumer Chor von einigen Gastsängerinnen und Gastsängern verstärkt, den Solopart in dem Werk sang Birgit Pape, Kantorin aus Neustadt und an der Orgel spielte Christian Richter, Kantor aus Stadthagen.

Die Einstudierung dieser Messe war etwas Besonderes, denn es gab ja keine Aufnahmen, die wir uns vorher hätten anhören können. So waren wir doch sehr gespannt, wie das Gesamtwerk klingen würde und ob auch alles gut klappt. Der lateinische Text machte da nicht so viele Schwierigkeiten.

Kurz vor Beginn der Aufführung haben wir uns noch einmal eingesungen, man merkte schon die Nervosität und Spannung von Herrn Merkel und auch manch einer von uns war sicherlich aufgeregt, ob denn auch alles gut wird.

Als dann die letzten Töne des Agnus Dei nach dem Kyrie, Gloria, Credo und Sanctus erklungen waren und der Applaus der Zuhörer einsetzte, fiel uns allen ein großer Stein vom Herzen und wir hofften sehr, dass Michael Merkel mit seinem Chor und der Aufführung zufrieden war. – Das hat er dann bei dem anschließenden Zusammensein deutlich zum Ausdruck gebracht! Und wir hatten Gelegenheit ihm zu seiner Messe zu gratulieren und uns für das besondere Erlebnis zu bedanken.

Text: Elka Schönwald

Aus der Sicht eines Zuhörers

Die Aufführung der von Michael Merkel komponierten Messe war für Loccum ein großes Ereignis und ein eindrucksvolles Erlebnis. Die Mitwirkenden – der Stifts-Chor, die Solistin Birgit Pape (Sopran) und der Organist Christian Richter überzeugten durch ihre musikalische Gestaltung des Werkes. Die intensive Probenarbeit mit dem Chor hat sich gelohnt, so dass es eine Freude war, den Sängerinnen und Sängern zuzuhören. Durch die überaus deutliche Artikulation war der Text gut zu verstehen, und zugleich entwickelte der Chor eine erstaunliche Klangfülle, wobei die verschiedenen piano- und forte-Passagen differenziert vorgetragen wurden.

Nach den Ankündigungen in den Einladungen war ich auf den musikalischen Stil der Messe besonders gespannt und war dann beim Hören der verschiedenen Stücke mit ihrem unterschiedlichen Charakter zunehmend beeindruckt. Bereits der erste Teil, das „Kyrie“ sprach mich sehr an. Besonders intensiv erlebte ich beim “Credo“ die musikalische Gestaltung des Christusgeschehens. Die Dramatik des Geschehens – „Mensch geworden“, „gekreuzigt“, „auferstanden“ – kommt in der Musik so eindringlich zum Ausdruck, dass ich als Hörer tief bewegt wurde. Im letzten Teil, dem „Agnus Dei“ nahm ich eine erstaunliche Steigerung wahr bis hin zu dem eindrucksvollen Abschluss des „Dona nobis pacem“ („Gib uns deinen Frieden“). Ich bin beeindruckt und begeistert, das war meine spontane Reaktion.

So wünsche ich, dass die von Michael Merkel komponierte Messe demnächst auch von anderen Chören gesungen wird und damit in der heutigen Kirchenmusik die ihr zukommende Beachtung und Anerkennung findet.

Text: Gerald Kruhöffer