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"Die Zehn Gebote" 2012

Die 10 Gebote als besonderes Chor-Erlebnis

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Für die Aufführung des Pop-Oratoriums „Die 10 Gebote“ hatten sich rund 140 Chöre aus dem Raum Hannover angemeldet. Darunter auch der Loccumer Projektchor unter der Leitung von Stiftskantor Michael Merkel. Ab Mitte September 2011 trafen sich die Sänger- und Sängerrinnen aus Rehburg-Loccum – einige kamen sogar aus Wunstorf und Uchte.

Rund 70 Begeisterte kamen wöchentlich voller Vorfreude in der Cafeteria der Waldschule zusammen, der Gemeinderaum war für so viele Sänger einfach zu klein. Wie viele andere nahm auch unsere Familie generationenübergreifend teil.

Ein mitreißender Chorleiter, tolle Musik und viel gemeinsamer Spaß beim Singen zeichneten die Probenabende aus. Michael, der immer zu Scherzen aufgelegt war, bereitete uns super auf die Aufführung vor. Vor allem die Männer wurden von manchen hohen Tönen gequält, sie nahmen dies aber mit Humor und gaben ihr Bestes.

Das Pop-Oratorium erzählt die Geschichte aus dem Alten Testament von Moses, Aaron, der Versklavung der Israeliten in Ägypten, den 10 Plagen, der Teilung des Roten Meeres, dem Goldenen Kalb und schließlich den Tafeln mit den 10 Geboten. Die verschiedenen Lieder haben ganz unterschiedliche, abwechslungsreiche Melodien, die im Stück immer wieder auftauchen.

Nach einer Regionalprobe, an der jeweils ein paar Hundert Sänger teilnahmen, erwartete uns im Januar die Hauptprobe im Kuppelsaal in Hannover. Da dort alle Sänger/innen zusammen probten, sangen wir mit 3000 Leuten. Das war schon ein sehr beeindruckendes Erlebnis.

Dann folgte schon bald die Generalprobe, wir sollten in der Nachmittagsvorstellung mit 1400 anderen Sängern auftreten. So fuhren wir in die TUI-Arena in Hannover und probten mit Solisten, die live auf der Bühne vor uns standen, Orchester, Band und Lichtshow: Überwältigend!

So freuten wir uns alle auf die große Aufführung, die am 29. Januar um 14.00 Uhr stattfand. Vor 7000 Zuschauern durften wir gemeinsam mit den tollen Solisten in der Gemeinschaft singen. Das war für uns alle wirklich eine aufregende und ergreifende Sache. Wie stand es so schön in der HAZ vom 30.01.: „…mitten in die Sphärenklänge hinein setzt der Chor sein einstimmiges Credo. Eine Seligpreisung, die mit einem Schlag die ganze Halle füllt: Wohl dem, der weiß, wie diese Welt entstanden ist“ und „Am stärksten sind die Stellen, an denen sich das Junge Orchester NRW zurücknimmt und der Riesenchor seine Einsätze hat – mal leise und eindringlich, mal kräftig und mit existentieller Wucht.“

Genauso haben auch wir es empfunden. Wir sind froh, dass wir als Familie dabei waren.

Jürgen Wilhelm / Ute und Elisabeth Grolms