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Sophie Dorothea - Prinzessin von Ahlden - eine theatralische Lesung mit Musik

Wann: 21.05.2017, 17:30 Uhr
Wo: Kloster Loccum
Kloster 2
31547 Rehburg-Loccum Ihre Anfahrt mit Google Maps
Beschreibung:

In der „Musik zur Einkehr“ im Kloster Loccum am Sonntag, dem 21. Mai um 17.30 Uhr erklingt der „Monolog der Sophie Dorothea“ - eine Szenische Lesung mit Musik.

In der Lesung geht es um Sophie Dorothea, der Prinzessin von Ahlden. Die Prinzessin hat eine besondere Beziehung zum Kloster Loccum, da ein von ihr bestickter Teppich zum Inventar des Kloster gehört.

Es liest die Schauspielerin Inga Kolbeinsson. Am Cembalo musiziert Prof. Lajos Rovatkay Werke von Agostino Steffani, ein zeitgenössischer Komponist und Hofkapellmeister am Welfenhof. Die Regie hat Hans Zimmer, aus dessen Feder auch der Text stammt.

Inhalt Sophie Dorothea , die Tochter des Herzogs von Celle, des älteren Bruders von Herzog Ernst August von Hannover , ist verheiratet mit dessen Sohn Georg Ludwig, der 1714 als Georg I. den englischen Thron besteigt. Aus der aus politischen Gründen geschlossenen Ehe gehen zwei Kinder hervor. 1790 im Winter begegnet Sophie dem Grafen Königsmarck, Soldat und Kriegsheld, den sie schon als junges Mädchen in Celle kennen gelernt hatte. Eine „verhängnisvolle Affäre“ beginnt, die mit der der Ermordung des schwedischen Grafen am Abend des 1. Juli 1694, der Scheidung und der lebenslänglichen Verbannung von Sophie Dorothea ins Moorschlösschen Ahlden endet. Ihre Kinder hat sie nie wieder gesehen.

Der Monolog Ein Jahr vor ihrem Tod im Jahre 1725 wartet Sophie Dorothea auf Ihre Tochter, Königin von Preußen, die sich auf Besuch im unweit entfernten Hannover befindet. Und sie wartet wie immer vergebens. Im inneren und erinnernden Monolog bringt die Schauspielerin ihr Schicksal zwischen Staatsräson und privater Glückssuche, zwischen Jetzt und Damals assoziativ zur Sprache. Im Monolog werden die historischen Tatsachen, wie sie der Forschung vorliegen, möglichst präzise wiedergegeben. Zugleich verleiht der Monolog der Geschichte subjektiven Ausdruck und lässt die historische Person der Sophie Dorothea in ihrer menschlichen Tragik lebendig werden.
Er führt die Zuschauenden durch die unterschiedlichsten Gefühlszustände der Erinnernden: Liebe und Hass, Wut und Trauer, die unerfüllte Sehnsucht nach den Kindern und die trügerische Hoffnung auf Befreiung, all dies lässt das Schicksal der Prinzessin als ein universelles Menschen-, ein universelles Frauenschicksal erscheinen .

Die Briefe Die Liebenden hatten der Überlieferung nach mindestens 500 Briefe geschrieben. Etwa die Hälfte davon ist erhalten.
Fragmente der Briefe in Übersetzung (die Briefe waren auf Französisch verfasst) sollen in die Lesung einbezogen werden und lassen so den Geliebten als ganz gegenwärtig erscheinen. Durch den Einsatz der Briefe werden dem Monolog dialogische Sequenzen hinzugefügt. .

Musik
Agostino Steffani war ein zeitgenössischer Komponist und Hofkapellmeister am Welfenhof, der in Hannover durch die Wiederaufführung seiner Oper „Enrico Leone“ 1989 noch immer wohlbekannt ist.

Informationen zu den Ausführenden:

Inga Kolbeinsson liest. Die gebürtige Isländerin ist Diplomschauspielerin, Absolventin der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Zahlreiche Engagements führten sie an diverse Stadt- und Privattheater. Neben ihrer Arbeit als freiberufliche Schauspielerin ist sie auch in verschiedenen anderen künstlerischen und theaterpädagogischen Projekten tätig.

Hans Zimmer, Text und Regie. Er schrieb Stücke für das professionelle Kinder -und Jugendtheater. Zuletzt „Memed mein Falke“ nach Yasar Kemal für das Kindertheaterhaus/Kleckstheater Hannover. Daneben Kinder-Hörspiele für den Rundfunk, zuletzt „Mattis und die Himbeerdiebin“, Juni 2016, Deutschlandradio Kultur. Zwei Hörspielpreise. Daneben zahlreiche theaterpädagogische Projekte und Inszenierungen.

Prof. Lajos Rovatkay, Hochschullehrer für Alte Musik an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover gründete im Jahr 2014 das Forum Agostino Steffani als ein „fortgesetztes Kulturprojekt“. Als Dirigent brachte er 1989 die Jubiläumsinszenierung von Steffanis „Enrico Leone“ zur Aufführung. Zahlreiche CD- Einspielungen.
Mit ausgewählten Stücken Steffanis u.a. am Cembalo tritt Lajos Rovatkay in Korrespondenz zum Text.

Weitere Informationen:

Nur Abendkasse

Eintrittspreis/Kosten: 7€