Neues von der Orgel Nr. 0

Beschreibung und Anfang - Sommer 2011

Modell von der neuen Orgel.
Foto: Michael Merkel

Nach vielen Überlegungen und intensiver Beratung mit Sachverständigen und Orgelbauern haben sich Abt, Prior und Konvent des Klosters Loccum dafür entschieden, die Ott-Orgel in der Stiftskirche durch einen Neubau zu ersetzen.

Mittlerweile ist die alte Orgel abgebaut. Die neue Orgel wird von Orgelbau Romanus Seifert & Sohn GmbH & Co. mit Sitz in Kevelaer (Niederrhein) gebaut. Sie wird voraussichtlich im Herbst 2012 fertiggestellt werden.

Der Orgelneubau wird von einem Sachverständigenausschuss begleitet: den landeskirchlichen Orgelsachverständigen Wolfgang Westphal (Vorsitzender, Rinteln), Martin Ehlbeck (Hannover) und Reinhard Ruge (Norden).

Äußere Gestaltung in Zusammenarbeit mit dem Architekten Carl-Peter von Mansberg (Lüneburg). Gestaltung und Aufstellung der Orgel werden auch vom Amt für Bau- und Kunstpflege Hannover und der landeskirchlichen Baudirektorin mitgeplant.

Die Orgel wird nicht mehr auf einer Empore, sondern ebenerdig, aber ebenfalls im nördlichen Arm des Querhauses stehen. Die Orgel wird frei im Raum stehen und keine Wand mehr berühren. Die Empore aus den 50er Jahren wurde abgetragen. Dadurch wird ein anderer Raumeindruck entstehen. Die Sichtachse im Querhaus wird geöffnet, der Blick auf die Totenpforte wird freigegeben. Hinter der Orgel entsteht ein kapellenartiger Raum. Durch die ebenerdige Aufstellung wird ein gemeinsames Musizieren mit Instrumentalisten, Chor und Orchester wesentlich vereinfacht.

Mitte bis Ende März 2011 wurde ein 1:1-Modell in der Kirche aufgestellt, damit die Verantwortlichen den Raumeindruck beurteilen und den Aufstellungsort der Orgel genau festlegen konnten.

Diese Orgel wird nach derzeitigem Planungsstand 37 Register und 2414 Pfeifen enthalten. Die Orgel wird drei Manuale besitzen, wobei das zweite Manual per Wechselschleife auf einige Hauptwerksregister zugreift.
Daneben wird das Instrument ein eigenständiges, mitteltöniges "Spanisches Werk" mit 7 Registern besitzen. Die Spieltraktur wird sowohl mechanisch als auch elektrisch ausgelegt, ebenfalls die Koppeln, die auch frei programmierbar sein werden. Die Register werden elektrisch angesteuert.
Die Orgel wird etwa 800.000 € kosten. Es sind schon erhebliche Zuschüsse und Spenden zugesagt beziehungsweise eingegangen. Es fehlen noch ungefähr 80.000 €.

Zur Finanzierung werden Patenschaften angeboten. Für unterschiedlich hohe Beträge kann für eine oder mehrere der Pfeifen der neuen Orgel eine Patenschaft übernommen werden. Dafür erhält der Pate/die Patin eine Patenschaftsurkunde und auf Wunsch auch eine alte Orgelpfeife einer anderen Orgel. Möglich ist z.B. seine Initialen oder gar den ganzen Namen in Pfeifenpatenschaften darzustellen: z.B. ein E für Ernst oder ein F für Friedrich oder die Töne B A C H für Bach. ;-) Außerdem werden alle Paten aus erster Hand über den Fortgang des Orgelbaues informiert und zu einem Patenschaftskonzert exklusiv eingeladen.